Lost in typography? Das muss nicht sein!
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Es muss nicht immer Arial sein

Lange Zeit war die Auswahl der möglichen Schriftarten für eine Website eingeschränkt auf die wenigen Fonts, die auf den Rechnern standardmäßig installiert sind. Zwei sehr bekannte Vertreter hiervon sind Arial und Verdana. Die Standardschrift Verdana wurde übrigens speziell für den Einsatz im Internet entwickelt. Sie ist auch dann noch gut lesbar, wenn eine relativ kleine Schriftgröße verwendet wird. 

Um eine eigene Schrift zu verwenden, muss die entsprechende Font-Datei in der Webseite eingebunden und dadurch an den Besucher der Seite übertragen werden. Da es lange keinen gemeinsamen Standard zur Einbindung einer Schriftart gab, den alle gängigen Browser unterstützten, war diese Form der Individualisierung sehr aufwändig und man griff bei der Umsetzung der Website dann doch wieder auf die Standardschriften zurück.

Mit modernen Browsern (z.B. Firefox ab Version 3.5 oder Safari ab 3.1) ist dieses nun endlich kein Hindernisgrund mehr. Microsoft geht zwar mit dem Internet Explorer immer noch einen individuellen Weg, doch letztendlich bekommt man alle unter einen Hut.
Damit steht also aus technischer Sicht nichts mehr im Wege, der eigenen Webseite durch eine eigene Schrift eine ganz individuelle Note zu geben.

Gezielt eingesetzt sorgt eine außergewöhnliche Schrift für Aufmerksamkeit.

Was ist zu beachten?

Der Einsatz einer individuellen Schrift sollte jedoch auch gestalterisch gut überlegt sein. Hier gilt: Weniger ist oft mehr, damit die Schrift wirkungsvoll zur Geltung kommt und sich gut in das Gesamtbild einfügt.
Achten Sie darauf, dass der Textfluss gut ist und der Text in der gewünschten Größe leicht lesbar ist. Wenn Sie das Aussehen einer Schrift in Kombination mit Farben und Größen schnell und einfach testen möchten, sollte Sie die Websites 
www.fonttester.com
oder 
www.typetester.org
besuchen. 
Hier können Sie gleich mehrere Fonts auswählen und in verschiedenen Größen und Farben miteinander vergleichen. Denken Sie bei der Auswahl auch daran, dass sich die Darstellung je nach Browser und Betriebssystem unterscheiden kann! 

Neben der guten Lesbarkeit gibt es ein weiteres und sehr häufig übersehenes Kriterium für die Auswahl der Schrift: die Lizenzbedingungen. Schriften dürfen oft nur unter bestimmten Lizenzbedingungen verwendet werden. Eine lizenzpflichtige Schrift sollten Sie nicht einsetzen, denn jeder Besucher Ihrer Website erstellt sich automatisch eine Kopie davon – und genau dieses erlaubt die Lizenz in der Regel nicht. 
Die gute Nachricht: Es gibt sehr viele freie Fonts, die Sie auf Ihrer Website einsetzen dürfen. Eine erste Anlaufstelle bei der Suche nach einem Font ist z.B. die Website
www.fontsquirrel.com

Wenn die Schrift Ihrer Wahl gefunden ist, muss die Font-Datei in der Regel noch für die Nutzung im Internet optimiert werden. Hierbei werden z.B. nicht benötigte Zeichen aus der Datei entfernt, so dass die Dateigröße minimiert wird. Auch hierbei unterstützen wir Sie gerne.

Unabhängig davon, ob Sie eine individuelle oder eine Standardschrift verwenden, ist bei der Strukturierung des Textes ein gutes Augenmaß wichtig. Im Unterschied zu gedruckten Texten liest ein Besucher Ihrer Webseite den Text in der Regel nicht komplett, sondern nur in Bruchstücken und versucht den Inhalt so zu erfassen. 
Mit sinnvoll eingesetzten Hervorhebungen der Schrift (z.B. in der Art, Größe oder Farbe) erleichtern Sie das Lesen und können steuern, welche Inhalte auch ein oberflächlicher Leser auf jeden Fall erfassen soll.

Neben den menschlichen Lesern sollte der Text dann auch noch den Suchmaschinen-Crawlern gefallen. Wie Sie den Text diesen Indexierungs-Robotern schmackhaft machen ist ein Thema für sich: die Suchmaschinenoptimierung.